Startups pushen die runderneuerte CEBIT

Hannover, g,. Dezember Frei

Plötzlich war alles grün: Wer in diesem Jahr zur CEBIT kam, mag sich verwundert die Augen gerieben haben: Statt Frost und kaltem Wind grünte es überall und über den Freiflächen schwebten coole DJ-Beats. Eine kompletter Bereich war für Startups und junge Unternehmen reserviert. In der lichtdurchfluteten Halle 27 präsentierten sich auf Gemeinschaftständen von Universitäten, Ländern und Ministerien viele interessante Ideen. Der Digital Hub Logistcis war der Einladung des BMWi gefolgt und präsentierte sich zusammen mit den elf anderen Hub auf dem Gemeinschaftsstand des Bundeswirtschaftsministeriums.

Hub-Projektleiter Karl-Heinz Piotrowski skizzierte zunächst die Leistungsdaten der Hamburger Logistikbranche und unterstrich damit, wie richtig die Entscheidung vor einem Jahr gewesen war, einen Hub mit Logistikbezug in der Hansestadt zu etablieren. Von Beginn war der Zulauf der Startups groß – mittlerweile sind elf von ihnen im Hub vertreten. Auf Unternehmensseite gibt es sieben offizielle Förderer, die aber ihre Partnerschaften noch nicht alle aktiviert haben. Mit Hermes plant der Hub – unter Einbindung weiterer – eine Workshopsreihe zur Verpackungsautomation.

Dr. Jan C. Rode von der Logistik-Initiative beschrieb, mit welchen Mitteln in der Hansestadt die Beziehungen zwischen etablierten und jungen Logistikunternehmen skaliert werden können. Vorbild ist dabei die vor einigen Monaten von Piotrowski angeschobene Kooperation zwischen der Spedition Kobernuss und dem Startup Evertracker. Nach ähnlichem Vorbild wurde deshalb der “Start-up Logistik Radar” entwickelt. Hier wird weltweit nach Startups aus der Logistik und verwandten Bereichen gescoutet, mit dem Ziel, diese mit den Mitgliedern der Logistik-Initiative zu vernetzen und daraus neue Innovationsprojekte in Kooperationen mit Universitäten entstehen zu lassen. Nach der Sommerpause ist ein Matching-Event im Hub geplant.

Ivan Flores Hurtado von Clinch Logistics beschrieb in seinem Vortrag die Erfahrungen, die sein junges Unternehmen mit dem Einzug in den Hub gesammelt hat: “Als Ausländer hatte ich keine Kontakte in der Stadt, daher war der Digital Hub Hamburg der richtige Ort für mich. Ich ermutige jeden Unternehmer, dorthin zu gehen.” Clinch beschäftigt sich mit dem Thema Digital Freight Forwarding zwischen Mexiko und Deutschland und wird bald die Betaversion seiner Plattform veröffentlichen. Ebenfalls am Gemeinschaftsstand anzutreffen war doks.innovation. Das Startup ist seit vergangener Woche nun auch regelmäßig im Hub zu Gast und bringt Drohnentechnologie in Lagerhäuser.